← Startseite Blog-Übersicht

Hedging

Teenies als Black-Swan-Absicherung

Eine sehr einfache Strategie: ein paar Cent pro Kontrakt, die fast immer verfallen – und im Crash das Depot retten können.

1Was sind Teenies?

Ein Teenie ist ein Long Put auf den S&P 500, dessen Strike sehr weit unter dem aktuellen Marktstand liegt. Ein Put gewinnt, wenn der Markt fällt; der Strike ist die Schwelle, ab der er auszahlt.

Weil diese Schwelle so weit entfernt liegt, kosten solche Optionen fast nichts — oft nur wenige Cent. Daher der Name: Ein sixteenth, ein Sechzehntel Dollar, war bis zur Umstellung auf Dezimalkurse im Jahr 2001 die kleinste Preisstufe an der US-Börse und hiess im Händlerjargon „Teenie". Gemeint sind die billigsten Puts der ganzen Liste.

Wichtig für die Grössenordnung: SPX-Optionen haben einen Multiplikator von 100. Ein Preis von 0,30 $ bedeutet 30 $ für den Kontrakt.

2Welches Problem lösen sie?

Nicht das schlechte Börsenjahr. Nicht den Rücksetzer von zehn Prozent. Sondern den Bruch, der schneller kommt, als man reagieren kann.

Bei einem geordneten Rückgang funktionieren die normalen Werkzeuge: Positionen verkleinern, Absicherungen nachziehen, Risiko rausnehmen. Das braucht aber Zeit. In einem echten Crash fehlt genau die — der Index fällt in Tagen weiter als sonst in Monaten, alle Short-Optionen werden gleichzeitig teurer, und die Margin-Anforderungen steigen ausgerechnet dann.

Nicht die Tiefe des Rückgangs ist das Problem, sondern seine Geschwindigkeit.

Daraus folgt die wichtigste Einschränkung: Wenn ein Teenie bei minus zehn Prozent nichts tut, ist das kein Fehler. Er ist für den Ausnahmefall gebaut.

3Warum funktionieren sie?

Man würde denken: Ein Put zahlt, wenn der Index unter den Strike fällt. Bei einem Teenie passiert das so gut wie nie — und er verdient trotzdem.

Ein Teenie verdient nicht daran, dass der Markt fällt. Er verdient daran, dass die Angst teurer wird.

Bricht der Markt ein, wollen plötzlich alle dasselbe: Absicherung. Die Nachfrage nach Puts schiesst hoch — und damit ihr Preis, bei allen Strikes gleichzeitig, auch bei denen weit draussen. Die Option wird wertvoller, ohne dass der Index ihrem Strike nähergekommen wäre.

Die Kennzahl dahinter: Vega

Wie stark eine Option auf steigende Angst reagiert, misst eine Kennzahl namens Vega. Sie sagt, um wie viel der Optionspreis zunimmt, wenn die implizite Volatilität um einen Prozentpunkt steigt. Daraus wird eine einfache Überschlagsrechnung:

Preisänderung ≈ Vega × Veränderung der impliziten Volatilität

Ein Beispiel mit realistischen Werten: Ein Teenie kostet 0,35 $ und hat ein Vega von 0,035. Springt die implizite Volatilität um 20 Punkte nach oben — im Crash keine Seltenheit —, dann rechnet sich das so:

0,035 × 20 = 0,70 $ Kursgewinn. Der Preis steigt von 0,35 auf 1,05 $. Das sind 200 Prozent, ohne dass sich der Index um einen einzigen Punkt bewegt hat. Bei 30 Punkten Anstieg wären es rund 1,40 $ und damit 300 Prozent.

Diese Rechnung hält den Index bewusst still, um den Vega-Effekt isoliert zu zeigen. In der Praxis springt die Volatilität fast nie ohne fallende Kurse — beides zusammen wirkt stärker als die Rechnung oben.

Genau deshalb ist ein Teenie im Kern keine Wette auf fallende Kurse, sondern eine gehebelte Wette auf steigende Volatilität.

Dazu kommt ein zweiter Effekt. In der Panik steigen nicht alle Volatilitäten gleich stark: Gerade die weit entfernten Puts werden überproportional nachgefragt — im Fachjargon heisst das eine Versteilerung des Skew. Teenies profitieren also doppelt, von der allgemein höheren Volatilität und davon, dass ausgerechnet ihr Bereich am stärksten zulegt.

Und die Überschlagsrechnung oben untertreibt dabei sogar: Je höher die Volatilität klettert, desto grösser wird das Vega selbst. Der Effekt verstärkt sich mit jedem weiteren Anstieg — aus wenigen hundert Euro kann so ein Vielfaches werden.

4Teenies sind nur eine Schicht von dreien

Bevor es um Beträge geht, muss eines klar sein — und es beantwortet zugleich die Frage, warum für Teenies so wenig Geld vorgesehen ist. Ein Teenie ist nicht Ihre Absicherung. Er ist die äusserste von drei Schichten.

EdgeSeeker beschreibt das als Layer-Architektur: Jede Schicht ist für einen anderen Bereich zuständig.

SchichtFängt abWerkzeuge
Layer A
Preis-Konvexität
Rückgänge von 2 bis 10 %Put-Butterflies, Bear-Put-Spreads, Put-Calendars
Layer B
mittlerer Tail
Rückgänge von 10 bis 30 %Put-Ratios, Broken-Flies
Layer C
Black Swan
alles darüber hinausDeep-OTM-Teenies, VIX-Calls
Layer-Architektur nach EdgeSeeker.

Ein Hocker mit drei Beinen steht. Fällt eines weg, wackelt er. Die alltägliche Arbeit gegen normale Rückgänge macht Layer A — und dort steckt auch der Grossteil des Aufwands. Layer C entfaltet seine volle Wirkung erst dann, wenn die beiden Schichten darüber nicht mehr ausreichen.

Teenies decken den seltensten Fall ab. Deshalb ist ihr Anteil der kleinste.

Damit ist auch klar, wofür der Betrag im nächsten Abschnitt gilt: für Layer C allein, nicht für die gesamte Absicherung. Wer nur Teenies kauft und sonst nichts, hat nicht günstig abgesichert — er hat zwei Beine weggelassen.

5Was darf die Absicherung kosten?

Eine Tail-Versicherung kostet in den allermeisten Jahren Geld. Das ist die Prämie, kein Konstruktionsfehler — aber sie muss klein genug bleiben, dass sie die Depotrendite nicht auffrisst.

Für Layer C, also die Teenies, nennt EdgeSeeker zwei Anker:

AnkerBei 100.000 $ Depot
1 % des Depotwerts pro Jahr1.000 $
10 % der Rendite — bei 15 % Rendite also 1,5 % des Depots1.500 $
Zwei Wege zur selben Frage. Der zweite hat den Vorteil, dass die Absicherung mitwächst, wenn das Jahr gut läuft.

Das ist der Jahresrahmen für die Teenie-Schicht — für alle Käufe des Jahres zusammen, nicht pro Position. Die beiden anderen Schichten haben ihr eigenes Budget.

Ein Hinweis für Depots in Euro: SPX-Optionen werden in Dollar abgerechnet. Der Hedge bringt damit eine Währungskomponente mit — im Crash meist zum Vorteil, weil der Dollar in Stressphasen typischerweise anzieht, verlässlich ist das aber nicht.

Von der Grenze zur Stückzahl

Die Kostengrenze sagt, was Sie ausgeben dürfen. Sie sagt nicht, ob das reicht. Diese zweite Frage wird fast immer übersprungen — und sie ist der Grund, warum ein Hedge im Ernstfall zu klein ausfällt.

Der Weg dorthin läuft rückwärts, in drei Schritten:

  1. Den Verlust beziffern. Was verliert Ihr Depot in einem Szenario wie März 2020? Bei 100.000 $ und einem Rückgang von 30 Prozent sind das 30.000 $.
  2. Den Anteil festlegen. Wie viel davon soll ausgerechnet die äusserste Schicht auffangen? Bei einem Drittel wären es rund 10.000 $.
  3. Gegenrechnen. Wie viele Kontrakte bräuchte es, damit im Ernstfall etwa diese Summe ankommt — und passt das noch ins Jahresbudget?

Beim dritten Schritt ist Vorsicht geboten. Den Wert je Kontrakt darf man nicht aus einem einzelnen geglückten Backtest hochrechnen. Rechnen Sie mit einem Bruchteil dessen, was der Spitzenwert hergab, und mit einem Preis, zu dem Sie realistisch verkaufen können — nicht mit dem Höchststand.

Wenn Budget und Bedarf nicht zusammenpassen, ist genau das die Information — und nicht ein Grund, die Grenze anzuheben.

Dann lautet die Antwort: kleineres Instrument — der Mini-Index XSP bildet denselben Markt in einem Zehntel der Grösse ab —, mehr Gewicht auf die inneren Schichten, oder schlicht die Einsicht, dass ein Tail-Hedge dieser Grösse das Depot nur teilweise schützt. Alle drei sind ehrlicher als eine Stückzahl, die man sich schöngerechnet hat.

6Wie könnte ein Setup aussehen?

BausteinVorgabe
BasiswertSPX — bar abgerechnet, europäisch, fast rund um die Uhr handelbar
InstrumentLong Put, weit aus dem Geld
Laufzeit4 bis 6 Monate — hier ist das Vega gross und der Zeitwertverfall noch moderat
PrämieBriefkurs 30 bis 40 Cent — das sind 30 bis 40 $ je Kontrakt
Stückzahlso viele, wie das Jahresbudget hergibt — gestaffelt über das Jahr
Orderausschliesslich Limit, nie Market
Parameter nach EdgeSeeker. Der Strike ergibt sich aus dem Preisziel und wird nicht separat vorgegeben.

Der letzte Punkt ist der eigentliche Kniff dieser Vorgehensweise: Man sucht nicht den Strike, man sucht den Preis. Das macht die Umsetzung einfach — man geht in die Optionskette, sucht die 30-Cent-Zeile und kauft.

Wo das aktuell landet

Wo der Strike zu liegen kommt, hängt vom Volatilitätsniveau ab. Ist die Volatilität niedrig, sind alle Optionen billig — dann bekommt man für 30 bis 40 Cent einen Strike, der vergleichsweise nah am Markt liegt. Steigt die Volatilität, wird jeder Strike teurer, und für denselben Betrag muss man weiter hinausgehen.

Ende August 2026, bei einem Indexstand von 7.671 Punkten und einem VIX um 15, stand ein SPX-Put mit rund fünf Monaten Laufzeit beim Strike 1.200 im Brief bei 35 Cent — das sind 84 Prozent unter dem Index. Läge die Volatilität an diesem Strike ein Drittel höher, müsste man für denselben Preis bis auf rund 690 Punkte hinuntergehen.

Ein Blick auf die Geld-Brief-Spanne gehört deshalb dazu. Bei diesem Strike standen 0,20 zu 0,35 $ — Sie kaufen also spürbar über dem, was ein Käufer gerade zu zahlen bereit ist. Genau deshalb: nur Limit-Orders.

Vom Preisziel zum handelbaren Strike

Damit ist die Preisregel ein Startpunkt und nicht das letzte Wort. Sie führt Sie in die richtige Gegend der Optionskette; welchen Strike Sie am Ende nehmen, entscheidet der Geldkurs — also das, was jemand gerade zu zahlen bereit wäre. Steht dort nichts oder liegt er weit unter dem Brief, gehen Sie ein paar Stufen näher an den Markt zurück, auch wenn das mehr kostet.

Was das kostet, zeigt dieselbe Kette am selben Tag:

Strikeunter IndexBriefkursSpanneOffene Kontrakte
1.20084 %0,35 $55 %7.485
1.60079 %0,65 $36 %3.750
2.00074 %1,10 $26 %13.848
2.40069 %1,65 $16 %21.210
SPX-Puts mit Verfall 15.01.2027, abgerufen am 25.08.2026. Die Spanne ist der Abstand zwischen Geld- und Briefkurs, gemessen am Mittelwert.

Der Weg von 1.200 auf 2.400 kostet knapp das Fünffache je Kontrakt — und drückt die Spanne von 55 auf 16 Prozent. Sie bekommen für dasselbe Geld also rund ein Fünftel der Stückzahl, dafür Positionen, an denen ein echter Markt hängt: fast dreimal so viele offene Kontrakte.

Ein Kontrakt, den im Crash jemand nimmt, ist mehr wert als fünf, für die kein Gebot steht.

Eine feste Formel gibt es dafür nicht. Als Faustregel taugt: Liegt die Spanne über etwa einem Drittel des Briefkurses, ist der Strike zu weit draussen — dann lieber eine Stufe zurück und dafür weniger Stück.

7Was beim Management zu beachten ist

Hier liegt die Stärke der Strategie: Es gibt fast nichts zu tun.

Die Positionen werden gekauft und dann bis zum Verfall gehalten. Kein Nachjustieren, kein Rollen, keine Reaktion auf jeden Rücksetzer. Wenn nichts passiert, verfallen sie wertlos — und das ist der eingeplante Normalfall, nicht das Scheitern.

Eine Eigenheit sollte man dabei kennen: SPX-Monatsoptionen werden am Verfallstag zu einem eigens ermittelten Eröffnungswert abgerechnet, nicht zum Schlusskurs des Vortags. Wer eine Position bis zum Ende hält, erfährt das Ergebnis also erst am Freitagmorgen.

Was man dabei wissen sollte: In den letzten Wochen vor dem Verfall reagiert ein Teenie kaum noch. Wer durchgehend geschützt sein will, kauft deshalb regelmässig nach.

So mache ich es — und wie andere es machen

Kaufen, liegenlassen, verfallen lassen: Das ist meine Art, die Sache umzusetzen. Ihr grösster Vorteil ist, dass sie fast keine Aufmerksamkeit braucht.

Es geht auch anders. Manche kaufen bewusst teurere Teenies — also solche mit höherer Prämie, deren Strike damit näher am Markt liegt — und schliessen oder rollen sie vorzeitig, bevor der Zeitwertverfall in den letzten Wochen richtig zuschlägt. Das kostet mehr pro Kontrakt, man bekommt für dasselbe Geld also weniger Stück. Dafür ist die Position über die gehaltene Zeit reaktionsfähiger, und man gibt den Restwert nicht vollständig ab.

Beides ist vertretbar. Die Frage dahinter lautet, wie viel Aufwand man in eine Position stecken möchte, die in den meisten Jahren ohnehin nichts tut.

Verschiedene Laufzeiten nebeneinander

Einen Schritt weiter geht die Staffelung der Verfallstermine: Die Teenies werden bewusst mit unterschiedlichen Laufzeiten eröffnet, statt den ganzen Bestand auf einen einzigen Termin zu legen. Das hat drei Vorteile:

Dazu kommt ein praktischer Nebeneffekt, der erst im Ernstfall auffällt: Wer bei einem Volatilitätssprung eine Tranche verkauft, ist mit den übrigen weiterhin abgesichert. Man steht nach der Gewinnmitnahme also nicht plötzlich ohne Schutz da — und genau darum geht es im nächsten Abschnitt.

Nicht kaufen, wenn es gefährlich aussieht. Dann ist die Angst längst im Preis.

Der Einstieg gehört in ruhige Phasen. Wer erst nach dem Volatilitätssprung zugreift, zahlt für denselben Schutz ein Vielfaches.

8Gewinnmitnahme

Der Punkt, den die meisten unterschätzen: Ein Buchgewinn ist noch kein Schutz.

Wenn der VIX heftig nach oben springt, ist der Teenie plötzlich ein Vielfaches wert — aber dieser Zustand hält oft nur Stunden. Am 5. August 2024 stieg der VIX im Tagesverlauf auf 65,73 und schloss am selben Tag bei 38,57. Wer sehen wollte, wie weit es noch geht, hatte am Abend den grössten Teil wieder abgegeben.

Deshalb: Bei einem starken VIX-Anstieg wird ein Teil realisiert — üblich ist die Hälfte, der Rest läuft weiter. Als greifbare Schwelle hat sich das Fünffache des Einstiegspreises eingebürgert: Aus 0,35 $ geworden 1,75 $, dann die Hälfte verkaufen. Warum teilen und nicht alles verkaufen? Weil niemand im Moment weiss, wo das Tief liegt. Ein Crash verläuft nicht geradlinig, und nach dem ersten Schlag folgt oft ein zweiter.

Wer nicht am Bildschirm sitzt, hinterlegt die Order vorher.

9Der Backtest: März 2020

Wie das im Ernstfall aussieht, zeigt unsere beste getestete Variante aus dem Corona-Crash. 25 SPX-Puts zu je 0,30 $, gut vier Monate Laufzeit, Gesamteinsatz 775 $ — also genau das Setup aus Abschnitt 6.

150.000 $ 100.000 $ 50.000 $ 0 $ 18.03. · 165.100 $ Mitte April · 5.788 $ Februar 2020 April 2020
Wertentwicklung von 25 SPX-Puts à 0,30 $ im Corona-Crash. Der S&P 500 fiel in diesen Wochen um knapp 34 Prozent, der VIX erreichte am 18. März intraday 85,47.

Auf dem Höhepunkt am 18. März lag der Gewinn bei 165.100 $ — aus 775 $ Einsatz. Das ist der Beleg, dass die Konstruktion im Extremfall trägt.

Genauso lehrreich ist der rechte Teil der Kurve. Vier Wochen später waren noch 5.788 $ übrig, 96 Prozent des Gewinns waren wieder weg. Das ist der ganze Grund für Abschnitt 8.

Die andere Seite derselben Testreihe

Dieser Backtest ist der Erfolgsfall — und er ist die Ausnahme. Dieselbe Reihe hat auch Zeiträume ohne Crash verfolgt, mit Laufzeiten von 119, 210 und 301 Tagen. Alle drei Gruppen endeten bei minus hundert Prozent, weil innerhalb ihrer Laufzeit kein ausreichendes Ereignis eintrat.

Wie schnell das geht, zeigt die kürzeste Gruppe: Nach 30 Tagen war die Hälfte des Einsatzes weg, nach 90 Tagen 95 Prozent — bei einem VIX um 12, also in einem völlig unauffälligen Markt.

Ein Schaubild vom Gewinnfall und ein Halbsatz vom Regelfall wären ein schiefes Verhältnis. Das hier ist der Regelfall.

10Risiken und typische Fehler

Meine Meinung

Teenies gefallen mir als Versicherung gegen das Ereignis, mit dem niemand rechnet — nicht als Hedge gegen jeden normalen Börsenrückgang. Die Strategie ist einfach aufgebaut und grundsätzlich für jeden Optionshändler umsetzbar. Entscheidend ist aber, dass man versteht, wofür sie gedacht ist: für extreme, schnelle Marktbewegungen und echte Black-Swan-Ereignisse.

Gleichzeitig muss einem bewusst sein, dass diese Versicherung in normalen Marktphasen meist Geld kostet. Ähnlich wie bei einer klassischen Versicherung zahlt man regelmässig eine Prämie — in der Hoffnung, sie nicht zu brauchen. Kommt es aber wirklich zum Ausnahmeereignis, kann genau diese kleine Absicherung einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Depots leisten.

Quellen

Die Backtest-Ergebnisse stammen aus eigenen Auswertungen; die Kursangaben aus der Optionskette sind eine Momentaufnahme.

Thorsten Eberhart
Über den Autor

Thorsten Eberhart ist Vollzeit-Trader aus Düsseldorf und erwirtschaftet sein Einkommen mit dem Optionshandel — überwiegend Stillhalterstrategien mit Fokus auf Risikomanagement. Er betreibt Options4Winners.

Hinweis. Dieser Beitrag dient ausschliesslich Informations- und Schulungszwecken und stellt keine Anlageberatung oder Kauf-/Verkaufsempfehlung dar. Er berücksichtigt keine persönlichen Verhältnisse. Backtest-Ergebnisse beruhen auf historischen Daten; reale Ergebnisse weichen wegen Geld-Brief-Spannen, Gebühren und Ausführung davon ab. Genannte Beispiele dienen der Veranschaulichung und sind keine Aussage über die Eignung einzelner Strikes. Historische Kennzahlen sind kein Indikator für künftige Ergebnisse. Der Handel mit Optionen ist mit erheblichen Risiken bis zum Totalverlust der eingesetzten Prämie verbunden. Zur steuerlichen Behandlung von Termingeschäften und verfallenen Long-Optionen sollten Sie Ihren Steuerberater konsultieren.